| Sportmedizin |
Definition
Sportmedizin beinhaltet diejenige theoretische und praktische Medizin, welche den Einfluss von Bewegung, Training und Sport sowie dem von Bewegungsmangel auf den gesunden und kranken Menschen jeder Altersstufe untersucht, um die Befunde der Prävention, Therapie und Rehabilitation sowie dem Sportler dienlich zu machen.Geschichte
Seit 1912 stellt die Sportmedizin eine eigenständige wissenschaftlich anerkannte Form ärztlicher Tätigkeit dar. Vom 20. - 23. September 1912 fand im thüringischen Oberhof der erste sportmedizinische Kongress statt. Während dieser Veranstaltung wurde die erste sportärztliche Vereinigung der Welt gegründet. Deutschland gilt nicht zuletzt wegen der geschichtlichen Entwicklung als Mutterland der heutigen Sportmedizin.Sportmedizin in der Praxis
Die Sportmedizin befasst sich mit dem gesamten Spektrum körperlicher Aktivität, vom medaillenträchtigen Hochleistungssportler bis hin zum nur vermindert belastbaren Patienten. Traditionell und auch inhaltlich dominieren der internistisch-leistungsphysiologische und orthopädisch-traumatologische Bereich.Da die Sportmedizin aber mit fast allen Gebieten der theoretischen und klinischen Medizin verflochten ist, existieren auch Subspezialisierungen wie Sportphysiologie, Sportbiochemie, Sportkardiologie, Sportendokrinologie, Sportpädiatrie, Sporttraumatologie, Sportbiomechanik, Leistungsdiagnostik und die im letzten Jahrzehnt als Innovationsgebiet erkannte Sportimmunologie.